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| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 187,30 € |
191,00 € |
-3,70 € |
-1,94 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006766504 |
676650 |
- € |
- € |
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Norddeutsche Affinerie Underperformer 30.09.2003
Bankhaus Lampe
Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben das Rating für die Aktien von Norddeutsche Affinerie (ISIN DE0006766504 / WKN 676650) in ihrer Studie "MDAX-Guide Herbst 2003" unverändert bei "Underperformer" belassen.
Das Kerngeschäft sei die Gewinnung von Kupferkathoden aus Kupferkonzentraten, Altkupfer und Recyclingstoffen. Daran schließe sich die Weiterverarbeitung zu Gießwalzdraht und Strangussformaten an. Die in 2002 übernommenen Prymetall und Schwermetall (50%) würden bei der Norddeutsche Affinerie (NA) die logische Vorwärtsintegration der Wertschöpfungskette abbilden, da in den beiden Unternehmen hochwertige Industriebänder, Bleche, Profile und Profil-Drähte sowie Vorwalzdraht produziert würden. Die publizierten Zahlen zu den ersten neun Monaten würden einen Umsatzrückgang um 3,2% auf 1,3 Mrd. Euro zeigen. Das EBIT habe nur noch 8,7 Mio. Euro nach 35,9 Mio. Euro in der Vorperiode sowie der Periodenfehlbetrag -6,6 Mio. Euro nach +13,6 Mio. Euro erreicht.
Die vorgelegten Zahlen würden zeigen, dass die NA weiterhin voll von der schwachen Konjunktur getroffen werde. Darüber hinaus würden der schwache Dollar und die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Hüttenwerken Kayser sowie bei Prymetall und Schwermetall belasten. Das Geschäft der NA leide darüber hinaus besonders unter einem anhaltend schwachen Kupferpreis sowie einer erheblichen Verknappung von Sekundärrohstoffen wie Altmetallen und Kupferschrott.
Die AG selber habe in den ersten neun Monaten zwar einen positiven Ergebnisbeitrag leisten können, dieser sei jedoch von rückläufigen Schmelzlöhnen bei Kupferkonzentraten und Altkupfer beeinflusst. Der Kupfermarkt selbst habe zuletzt eine leichte Erholung gezeigt. Dabei sei der Kupferpreis in US-Dollar zwar angestiegen, auf Euro-Basis jedoch leicht rückläufig gewesen. Die Erholung an den Absatzmärkten für raffiniertes Kupfer werde vor allem von Asien getragen, wohingegen in Europa die Entwicklung auf niedrigem Niveau stabil und in Nordamerika sogar leicht rückläufig gewesen sei.
Nach enttäuschenden ersten neun Monaten konzentriere sich das Unternehmen derweil weiter auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und zur Verbesserung der Marktposition. Man gehe jedoch davon aus, dass auch das vierte Quartal keine nennenswerte Trendumkehr zeigen werde und glaube, dass das laufende Quartal weiterhin von Restrukturierungskosten belastet sein werde. Für die kommenden Perioden würden die Prognosen hingegen deutlich positiv bleiben, da man davon ausgehe, dass zum einen die eingeleiteten Maßnahmen greifen würden und zum anderen dann die konjunkturelle Erholung auch einsetzen sollte.
Wichtig erscheine zudem, dass es in naher Zukunft wieder zu einer Erholung der Kupferpreise komme, was beispielsweise für einen positiven Geschäftsverlauf bei den Hüttenwerken Kayser unerlässlich sei. Man sei zwar weiterhin davon überzeugt, dass der Konzern bei der Belebung des konjunkturellen Umfeldes überproportional und relativ früh positiv hiervon profitieren werde, kurzfristig glaube man jedoch, dass sich der schwierige Geschäftsverlauf auch im Kurs der Aktie widerspiegeln werde. Da auch das Ergebnis der AG in 2003 deutlich rückläufig sein sollte, gehe man jetzt davon aus, dass die Dividende für das laufende Geschäftsjahr nur noch bei maximal 0,20 Euro liegen werde, so dass sich ein Engagement auch unter Dividendenaspekten zur Zeit nicht aufdränge.
In den Bewertungsmodellen ergibt sich weiterhin ein Kursziel von 8,00 Euro, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie der Norddeutsche Affinerie weiter als "Underperformer" einstufen.
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